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Am 1. Juli 2011 gab es bei
der Rohstoffverwertung Völker GmbH in Lahntal-Goßfelden einen Störfall
in bislang noch nicht dagewesener Grösse:
Eine der zahlreichen Halden auf dem Firmengelände geriet aus bislang ungeklärter
Ursache in Brand. Es enstand eine hohe Rauchentwicklung, die für Beeinträchtigungen
der Luftqualität in Lahntal und den angrenzenden Gemeinden sorgte. 46 Anwohner
mussten vorübergehend evakuiert werden, eine Person musste im Krankenhaus
behandelt werden.
Die Bürgerinitiative Windrose hatte bereits vor Jahren wiederholt bei eigenen
Beobachtungen Rauchentwicklungen auf den diversen Halden auf dem Firmengelände
festgestellt. Diese Beobachtungen wurden damals auch den zuständigen Behörden
gemeldet. Auch wurde wiederholt die Höhe der Halden moniert, die weit über
den zulässigen Grenzen lag bzw. liegt.
Hier eine Chronologie der Ereignisse vom 1.Juli 2011 und den folgenden Tagen (neueste Meldung zuerst):
Quellen: Oberhessischen Presse (http://www.op-marburg.de/), europaticker , Polizeiberichte (www.polizeipresse.de)
Oberhessische Presse 27.08.2011 Seite 1
Oberhessische Presse 21.10.2011 Seite 10
Oberhessische Presse 27.08.2011 Seite 1
Oberhessische Presse 27.08.2011 Seite 9
Oberhessische Presse 17.08.2011 Seite 10
Oberhessische Presse 30.07.2011 Seite 1/Seite 9:
europaticker vom 27.07.2011
(...)
Wie das RP, das zuletzt bei der Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative Windrose stark in die Kritik geraten war, mitteilt, hat die MRV bereits begonnen, die Lagermengen auf die genehmigten 1000 Tonnen zurückzufahren. Die Aufsichtsbehörde erhalte wöchentlich den Nachweis über die ordnungsgemäße Entsorgung. Von einer acht- bis zehnfachen Überschreitung der Lagermengen könne, so das RP, jedoch keine Rede sein. Die BI bedenke bei ihren Mutmaßungen über die Lagermengen nicht, dass das spezifische Gewicht eines Kubikmeters Schredderleicht(misch) fraktion nicht einer Tonne entspreche, sondern im Mittel 150 (300) Kilogramm. Das habe das RP bei der Berechnung der Lagermengen berücksichtigt und im Hinblick auf die erteilte beziehungsweise eine ausstehende weitere Genehmigung auf Erhöhung der Lagermenge geduldet. Aufgrund des Brandes wurde die MRV inzwischen aufgefordert, diesen Antrag zurückzuziehen. Darüber hinaus soll jetzt ein Brandschutzgutachten erstellt werden, das die bisherigen Brandschutzmaßnahmen und das Lagerkonzept neu bewertet.
Am 1. Juli 2011 gab es bei der Rohstoffverwertung Völker GmbH in Lahntal-Goßfelden einen Störfall: Eine der zahlreichen Halden auf dem Firmengelände geriet aus bislang ungeklärter Ursache in Brand. Es enstand eine hohe Rauchentwicklung, die für Beeinträchtigungen der Luftqualität in Lahntal und den angrenzenden Gemeinden sorgte. 46 Anwohner mussten vorübergehend evakuiert werden, eine Person musste im Krankenhaus behandelt werden. Die Bürgerinitiative Windrose hatte bereits vor Jahren wiederholt bei eigenen Beobachtungen Rauchentwicklungen auf den diversen Halden auf dem Firmengelände festgestellt Diese Beobachtungen wurden damals auch den zuständigen Behörden gemeldet. Auch wurde wiederholt die Höhe der Halden moniert, die weit über den zulässigen Grenzen lag bzw. liegt, heißt es auf deren Internetseiten.
Wie Regierungspräsident Dr. Lars Witteck mitteilt, sei die immissionsschutzrechtliche Aufsicht zu keiner Zeit vernachlässigt worden. Man habe seit August 2009 sechs Mal das Firmengelände immissionsschutzrechtlich überprüft. Nach dem hessischen Überwachungskonzept sei lediglich eine einzige Regelüberwachung alle drei Jahre vorgesehen. Hinzu kamen abfall- und wasserrechtliche Überprüfungen, um Gefährdungen jeglicher Art auszuschließen.
Es könne leider nicht gänzlich verhindert werden, dass bei einem Shredderbetrieb Verpuffungen auftreten, teilt die Behörde weiter mit. Aus diesem Grund sei bereits im Genehmigungsverfahren darauf geachtet worden, dass sowohl das Shreddergebäude als auch die Abluftbehandlung gegen Druckstöße ausreichend stabil gebaut und eingerichtet wurden. Außerdem könne der Shredder aufgrund elektrischer Verschaltung nur betrieben werden, wenn die Rauchgasentstaubung in Betrieb ist. Nach einer Verpuffung sei das erst wieder möglich, wenn alle Explosionsklappen wieder verschlossen sind. Im März 2010 habe man eine Verschärfung der Eingangskontrolle angeordnet, um die Anzahl der Verpuffungen weiter zu reduzieren. Beschwerden über Erschütterungen am Haus eines Anwohners lägen bislang nicht vor.*
Marburg-Biedenkopf: Brand in Rohstoffverwertungsbetrieb (polizeiliche Abschlussmeldung)
Die unmittelbaren, kriminalpolizeilichen Untersuchungen zur Brandursache am Brandort sind abgeschlossen. Hinweise zur Brandursache waren in dem komplett umgeschichteten und völlig durchnässten Brandort nicht mehr zu finden. Nach den weiteren Ermittlungen hält die Kripo Marburg eine technische Ursache sowie eine fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung für unwahrscheinlich. Der Brand am Freitag, 01. Juli entstand nach bisherigem Wissen mitten in einem großen Schrotthaufen. Der angenommene Brandherd ist nur sehr schwer zugänglich. Technische Anlagen oder eine elektrotechnische Brandursache ließen sich als möglich Brandursachen ausscheiden. Grundsätzlich kann bei den vorhandenen Bedingungen eine Selbstentzündung nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Untersuchungen brachten bislang keine Hinweise auf strafbare Handlungen.
erschienen am: 2011-07-27 im europaticker
* Auf der Veranstaltung der BI Windrose am 20.07.2011 in der Lahnfelshalle in Lahntal-Goßfelden berichteten Anwohner von Erschütterungen und Rissen an ihrem Haus bedingt durch die Verpuffungen. Auf Nachfrage berichteten sie, dass ihr Haus sich in ca. 400 bis 500 Meter Entfernung vom Gelände der Rohstoffverwertung Völker GmbH befände.
Oberhessische Presse 22.07.2011 Seite 11
Oberhessische Presse 16.07.2011 Seite 1/Seite 8
Oberhessische Presse 15.07.2011 Seite 1
Oberhessische Presse 15.07.2011 Seite 9
Oberhessische Presse 12.07.2011 Seite 1
Oberhessische Presse 09.07.2011 Seite 1
Oberhessische Presse 07.07.2011 Seite 1/Seite 10
Auszug aus dem Polizeibericht:
06.07.2011 | 14:39 Uhr
POL-MR: Brand in Rohstoffverwertungsbetrieb (polizeiliche Abschlussmeldung)
Marburg-Biedenkopf (ots) -
Brand in Rohstoffverwertungsbetrieb
(polizeiliche Abschlussmeldung)
Lahntal
Die unmittelbaren, kriminalpolizeilichen Untersuchungen zur
Brandursache am Brandort sind abgeschlossen. Hinweise zur
Brandursache waren in dem komplett umgeschichteten und völlig
durchnässten Brandort nicht mehr zu finden. Nach den weiteren
Ermittlungen hält die Kripo Marburg eine technische Ursache sowie
eine fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung für
unwahrscheinlich. Der Brand am Freitag, 01. Juli entstand nach
bisherigem Wissen mitten in einem großen Schrotthaufen. Der
angenommene Brandherd ist nur sehr schwer zugänglich. Technische
Anlagen oder eine elektrotechnische Brandursache ließen sich als
möglich Brandursachen ausscheiden. Grundsätzlich kann bei den
vorhandenen Bedingungen eine Selbstentzündung nicht gänzlich
ausgeschlossen werden. Die Untersuchungen brachten bislang keine
Hinweise auf strafbare Handlungen.
Martin Ahlich
ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelhessen
Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=43648
Oberhessische Presse 06.07.2011 Seite 1/Seite 11
Oberhessische Presse 05.07.2011 Seite 1/Seite 9
Oberhessische Presse 04.07.2011 Seite 1/Seite 10
Großbrand in Recyclingbetrieb ist gelöscht - Kein Austritt giftiger
Gase mehr - Brandursache weiter unklar -- Von Markus Fadl --
Lahntal, , 3.7.11
Gesponsorte Nachricht
Nachrichten von Redaktion_LocalXXL
Lahntal, Sa, 02.07.11 15:34
Lahntal (dapd-hes). Der Großbrand in einem Recyclingbetrieb in Lahntal (Landkreis Marburg-Biedenkopf) ist gelöscht. Nachdem die Feuerwehr die ganze Nacht über im Einsatz war, sei es am Samstag gelungen, den Brand zu löschen, sagte ein Feuerwehrsprecher auf dapd-Anfrage. Damit bestehe auch keine Gefahr mehr, dass weiter giftige Gase austreten. Die 46 Anwohner, die während des Brandes ihre Häuser verlassen mussten, konnten wieder nach Hause zurückkehren. Zwei Anwohner mussten ins Kranenhaus eingeliefert werden. In einem Fall hatte sich bei einem Mann eine bereits vorhandene Atemwegserkrankung durch das Einatmen des Rauchs akut verschlimmert, im anderen Fall erlitt ein Anwohner Herzbeschwerden, vermutlich infolge der Aufregung. Zwtl.: Schrotthaufen brannte seit Freitag Das Feuer in dem Gewerbegebiet zwischen Sarnau und Goßfelden war am Freitag gegen 11.30 Uhr aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochen. Auf einer Fläche so groß wie ein Fußballfeld war ein meterhoher Berg aus geschreddertem Schrott, Kunststoffen, Dämmstoffen, Schaumstoffen und anderen Materialien in Flammen aufgegangen. Die werkseigene Feuerwehr hatte zunächst versucht, den Brand selbst zu löschen, dann aber Verstärkung angefordert. Insgesamt waren rund 250 Feuerwehrleute im Einsatz. Nachdem der Brand am Samstagmorgen gelöscht war, übernahm wieder die Werksfeuerwehr die Überwachung des Firmengeländes. Die Sperrung der umliegenden Straßen wurde im Laufe des Vormittags aufgehoben. Bildhinweis: 010711TOS400, 010711TOS401, 010711TOS402, 010711TOS404, 010711TOS405 dapd/mfl/nad /1
Quelle: dapd
Oberhessische Presse 02.07.2011 Seite 1/Seite 9
Auszüge aus dem Polizeibericht:
01.07.2011 | 15:24 Uhr
POL-MR: Giftige Gase nach Brand in Rohstoffverwertungsbetrieb
Polizei und Feuerwehr fordern Fenster und Türen geschlossen zu halten
Marburg-Biedenkopf (ots) -
Giftige Gase nach Brand in Rohstoffverwertungsbetrieb
Lahntal
Polizei und Feuerwehr warnen vor giftigen Gasen nach einem Brand in
einem Rohstoffverwertungsbetrieb zwischen Sarnau und Goßfelden.
Messergebnisse der Feuerwehr verliefen positiv. Feuerwehr und Polizei
fordern Bewohner der umliegenden Ortschaften auf, sicherheitshalber
im Haus zu bleiben und Fenster und Türen zu schließen. Der Verkehr
rund um den Brandort ist für Fußgänger und Fahrzeuge voll gesperrt.
Die Vollsperrung umfasst u.a. die Bundesstraße 62 zwischen Göttingen
und Goßfelden und die Kreisstraße nach Niederwetter. Der Verkehr
wird
umgeleitet. In den betroffenen Ortschaften erfolgen
Lautsprecherdurchsagen.
Im Zusammenhang mit dem Feuer wurde ein Bürgertelefon mit der
Rufnummer 06420/823049 eingerichtet.
Der Brand entstand gegen 11.30 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache.
Es brennt ein großer Haufen geschredderter unterschiedlicher
Materialien.
Neben der Werksfeuerwehr sind die Feuerwehren Marburg, Lahntal,
Wetter und Cölbe, die technische Einsatzleitung der Feuerwehr und die
Messgruppe im Einsatz.
Bislang gab es keinen Personen- und unmittelbaren Sachschaden.
Die wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Betrieb sind nicht
absehbar.
POL-MR: Giftige Gase nach Brand in Rohstoffverwertungsbetrieb (Fortsetzungsmeldung)
Marburg-Biedenkopf (ots) -
Giftige Gase nach Brand in Rohstoffverwertungsbetrieb
(Fortsetzungsmeldung)
Lahntal
Da es nach wie vor in dem Rohstoffverwertungsbetrieb brennt,
entwickeln sich auch noch giftige Gase. Letzte Messungen der
Feuerwehr bestätigten nach wie vor erhöhte Schadstoffe. Da der Wind
immer wieder auffrischt und häufig dreht bitten Polizei und Feuerwehr
die Bevölkerung der Orte im näheren und weiteren Umfeld von Sarnau
im
Haus zu bleiben, Fenster und Türen geschlossen zu halten und auf die
Lautsprecherdurchsagen oder Rundfunkwarnmeldungen zu hören.
Mittlerweile befindet sich ein Bürger aus Sarnau, dessen vorhandene
Atemwegserkrankung sich durch das Einatmen des Rauchs verschlimmerte,
im Krankenhaus.
Die Vollsperrung der Straßen rund um den Brandort dauert an. Der
Verkehr sollte den Bereich weiträumig umfahren. Weder das Ende der
Sperrung noch das der Löscharbeiten ist derzeit absehbar.
Das eingerichtete Bürgertelefon ist weiterhin unter der Rufnummer
06420/823049 erreichbar.
Der Pressesprecher der Feuerwehr befindet sich am Brandort und steht
den Medien ab sofort für weitere Auskünfte unter der Rufnummer
0160/90114498 zur Verfügung.
Martin Ahlich
ots Originaltext: Polizeipräsidium Mittelhessen
Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=43648
Quelle: dapd